Fahrradgangschaltungen

Warum behandle ich dieses Thema und fällt für Sie was dabei ab?

Fahrräder benutze ich, wann immer es geht - und eigentlich geht es IMMER - und aus unterschiedlichen Motiven. Meist um die täglichen Strecken zu erledigen, also von A nach B zu gelangen, ab und an auch 'nur' als Sportgerät.

Insgesamt bilden ökologische, sportliche und gesundheitliche Beweggründe meine Hauptmotivation .

Da ich vor vielen Jahren (1989) meine Examensarbeit über Fahrräder geschrieben habe ("Das Thema Fahrrad im Mathematikunterricht der Sekundarstufe I") nutze ich hier im Web die Möglichkeit, die wesentliche Erkenntnis der damaligen Arbeit für alle Interessierten zur Verfügung zu stellen.

Sollten Sie zufällig dieses schöne Fach als LehrerIn betreuen, so finden Sie in meiner Examensarbeit noch weitere kleine und interessante Themen zur Bereicherung ihres Unterrichtes - z.B. die Einführung von quadratischen Gleichungen anhand von Bremsversuchen und -messungen auf dem Schulhof oder Kreisberechnungen, in denen der sogenannte Nachlauf des Vorderrades ein Rolle spielt. Ich habe die Arbeit damals der MUED zur Verfügung gestellt.

Der wichtigste Teil war und ist allerdings die Beschäftigung mit dem Thema 'Fahrradgangschaltungen'. Ich habe mich dabei nicht auf die (mathematische) Beschreibung - mit dem Schwerpunkt, die passenden Stellen im Lehrplan zu finden - des Themas beschränkt. Sondern ich habe über die Beschreibung der Abläufe hinaus - und angespornt durch die Möglichkeiten, die schon 'Simpel-Mathematik' als Werkzeug, die Welt zu durchdringen, mit sich bringt - in einem bescheidenen Maße eine Theorie zur Optimierung (von Fahrradgangschaltungen) entwickelt. Die didaktisch vielfältigen Möglichkeiten, die in dieser 'Steigerung' liegen, sind Ihnen natürlich sofort klar. Anwendungsorientiert soll Unterricht sein, wissenschaftlich ja sowieso. Was kann dies in der Unterrichtspraxis anderes bedeuten als: Nähe zum untersuchten Gegenstand herstellen, Neugierde wecken, Theorien entwickeln, anwenden und überprüfen zu können.

Zurück zum Thema: Fahrrad bzw. -gangschaltungen - weg von der Didaktik, das interessiert die meisten LeserInnen dieses Textes vermutlich nicht:

Es wurde mir also bei der Arbeit schnell klar, dass ich ein Kriterium benötige, mit dem ich (bei Kettenschaltungen) Gänge voneinander unterscheiden kann. Mit dem Finden dieses Kriteriums bekamen dann auch alle anderen technischen Größen einer Fahrradgangschaltung (z.B. der übersetzungsbereich ) eine 'neue Bedeutung'. Das Herausarbeiten dieser Bedeutung möchte ich hier auf diesen Seiten in Kurzform wiederholen.

Auf den folgenden Seiten beschreibe ich:

Und noch etwas ...

Wie relevant das Thema Fahrrad ist, sehen Sie insbesondere im Bereich der Verkehrspolitik: Einige Nachbarländer machen es vor - klassischerweise die Niederlande, verstärkt auch Dänemark - den Versuch, durch eine verbesserte Infrastruktur für Fahrräder und damit eine stärkere Diversifikation der Verkehrswege bessere Möglichkeiten für mobile, Umwelt-, Natur- und Gesundheitsbewusste Mitmenschen zu schaffen, möglichst viele Wege mit dem Rad zu erledigen. Verkehrspolitiker und Initiativen entwerfen den Slogan: gut gemischt mobil Ich verweise auf: E-Bikes , die 'relativ umweltbewusst' (ich bin und bleibe 'Selbstversorger', aber: besser als Automobilität ist E-Biken allemal) den Radius der FahrerIn erhöhen, auf den Bau von Radverkehrsschnellwegen. Ich möchte diesen kleinen Exkurs mit einem Zitat beenden, dessen Urheberschaft ich nicht mehr exakt ermitteln kann - es war in einem Beitrag über die Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur in und um Kopenhagen:


"Das Fahrrad ist die Lösung all unserer Probleme."